Leidenfrost Malermeisterbetrieb

Ratgeber

Was kostet ein Maler? Die Kostenfaktoren im Überblick

Von Joshua Leidenfrost, Maler- und Lackierermeister ·

„Was kostet das Streichen meiner Wohnung?“ ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an – und zwar auf ziemlich konkrete Dinge, die sich bei einer Besichtigung schnell klären lassen.

In diesem Ratgeber erkläre ich als Maler- und Lackierermeister aus Bornheim, wie Malerarbeiten abgerechnet werden, welche Faktoren den Preis bestimmen und woran Sie ein faires Angebot erkennen. So können Sie Angebote besser vergleichen – egal, ob Sie am Ende mich oder einen anderen Betrieb beauftragen.

Wie Malerarbeiten abgerechnet werden

Die meisten Malerarbeiten werden nach Aufmaß abgerechnet: Wand- und Deckenflächen in Quadratmetern, Kanten, Sockel oder Leisten in laufenden Metern, Türen, Heizkörper oder Fenster pro Stück. Wie gemessen wird, regelt für Malerarbeiten die DIN 18363 in der VOB Teil C – zum Beispiel, ab welcher Größe Fenster- und Türöffnungen abgezogen werden.

Kleinere Arbeiten oder schwer planbare Ausbesserungen werden dagegen oft nach Stunden abgerechnet. Ein seriöses Angebot macht deutlich, welche Positionen nach Aufmaß und welche nach Aufwand berechnet werden.

Die wichtigsten Kostenfaktoren

Fläche und Raumhöhe
Mehr Fläche bedeutet mehr Material und Arbeitszeit. Hohe Altbaudecken oder Treppenhäuser brauchen zusätzlich Gerüst oder Podest.
Zustand des Untergrunds
Glatte, tragfähige Wände sind schnell gestrichen. Risse, Dübellöcher, Wasserflecken oder abblätternde Altanstriche müssen vorher behandelt werden.
Vorarbeiten
Abdecken, Abkleben, Spachteln, Schleifen, Grundieren oder alte Tapeten entfernen machen oft einen großen Teil des Aufwands aus – und werden in Billigangeboten gern vergessen.
Material und Farbqualität
Hochwertige Farben decken besser, sind scheuerbeständiger und halten länger. Für Altbauten, Feuchträume oder Fassaden braucht es spezielle Systeme.
Farbwechsel und Anzahl der Anstriche
Von Dunkel auf Hell oder bei kräftigen Farbtönen sind oft mehr Anstriche nötig als beim Auffrischen einer weißen Wand.
Erreichbarkeit und Gerüst
Bei Fassaden und hohen Treppenhäusern ist das Gerüst ein eigener Kostenblock. Auch eingeschränkter Zugang oder lange Wege kosten Zeit.
Bewohnte Räume
Müssen Möbel gerückt und geschützt werden, oder wird Raum für Raum gearbeitet, damit Sie wohnen bleiben können, steigt der Aufwand.
Zeitpunkt
Fassadenarbeiten sind an die Saison gebunden. Wer früh plant, bekommt leichter einen Wunschtermin.

Innenanstrich, Fassade, Lackierarbeiten: was den Unterschied macht

Beim Innenanstrich bestimmen vor allem Vorarbeiten und Raumhöhe den Preis. Ein frisch verputzter Neubau braucht andere Schritte als eine Altbauwohnung mit mehreren alten Farbschichten.

Bei Fassaden kommen Reinigung, Rissanierung, Grundierung und häufig ein Gerüst hinzu. Lackierarbeiten an Türen, Heizkörpern oder Treppen werden meist pro Bauteil berechnet – entscheidend sind Profilierung, Zustand des Altlacks und das gewünschte Lacksystem.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Klare Positionen
Jede Leistung steht einzeln im Angebot – mit Menge, Einheit und Preis. Pauschalen ohne Aufschlüsselung lassen sich kaum vergleichen.
Vorarbeiten sind enthalten
Abdecken, Spachteln, Grundieren und Entsorgung sind ausdrücklich aufgeführt, nicht stillschweigend weggelassen.
Material ist benannt
Aus dem Angebot geht hervor, welches Farb- oder Lacksystem verwendet wird.
Termin und Ablauf
Beginn, voraussichtliche Dauer und Ablauf sind festgehalten.
Besichtigung vor Ort
Ein verlässliches Angebot entsteht nach einer Besichtigung – nicht allein aus einer Quadratmeterzahl am Telefon.

Malerkosten von der Steuer absetzen

Für Handwerkerleistungen in Ihrem selbst genutzten Haushalt können Sie nach § 35a EStG eine Steuerermäßigung von 20 Prozent der Arbeitskosten geltend machen, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Begünstigt sind Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten, nicht das Material.

Voraussetzung sind eine Rechnung mit ausgewiesenem Arbeitsanteil und die Zahlung per Überweisung – Barzahlungen werden nicht anerkannt. Auf meinen Rechnungen weise ich den Arbeitsanteil deshalb immer gesondert aus. Ob und in welcher Höhe sich die Ermäßigung für Sie auswirkt, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.

Warum Quadratmeterpreise aus dem Internet selten passen

Pauschale Preise pro Quadratmeter wirken auf den ersten Blick hilfreich, sagen aber wenig über Ihre Wohnung aus: Sie enthalten keine Vorarbeiten, keine Raumhöhe, keinen Farbwechsel und kein Abdecken. Am Ende entscheidet der Zustand Ihrer Wände über den Preis.

Deshalb nenne ich keine Pauschalpreise, sondern komme kostenlos vorbei, sehe mir die Räume an und schicke Ihnen danach ein festes Angebot mit allen Positionen. Was im Angebot steht, gilt.

Häufige Fragen zu Malerkosten

Meist nach Aufmaß, also nach Quadratmetern, laufenden Metern oder Stück. Kleinere Ausbesserungen oder schwer planbare Arbeiten werden häufig nach Stunden berechnet. Im Angebot sollte beides klar getrennt sein.

Bei mir ja: Farben, Lacke, Spachtel und Abdeckmaterial sind im Angebot enthalten und benannt. Auf Wunsch weise ich Material und Arbeitsleistung getrennt aus.

Für Arbeiten im selbst genutzten Haushalt können nach § 35a EStG 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr, steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung. Die Details klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.

Ja. Ich komme in Bornheim, Bonn und Umgebung kostenlos zur Besichtigung und erstelle danach ein festes, schriftliches Angebot.

Erzählen Sie mir von Ihrem Projekt.

Ich komme kostenlos vorbei, schaue mir alles an und Sie haben innerhalb weniger Tage ein festes Angebot.